Schlechte Neuigkeiten

03/15/2017

Bad News – Schlechte Nachrichten!

Bitte aufmerksam lesen, gerne teilen und diskutieren.
Nachdem ich gestern davon erfahren habe, dass alle Schlangenkopffische – Channa sp. beim Treffen im Bundesamt für Naturschutz zum Thema invasive Tierarten erwähnt wurden mit Zielsetzung auf ein generelles Haltungsverbot, gehen die schlechten Nachrichten heute weiter. Je nachdem wie schnell die Mühlen der EU mahlen kann das eventuell bedeuten, dass es in ca. 2 Jahren offiziell keine Schlangenkopffische mehr im Handel und in der Haltung geben darf.

Heute musste ich leider erfahren, dass das drohende Exportverbot für folgende Welse: L14, L26, L31, L48, L133, L134, L141, L212, L215, L253, L264 und L351 tatsächlich in Kraft tritt in diesem Monat. Wir berichteten bereits im letzten Jahr an dieser Stelle über dieses Thema.

Damals wurde das Exportverbot durch wirken der Fachkundigen brasilianischen Exporteure bis März diesen Jahres ausgesetzt um die Gelegenheit zu haben die fachlich falschen und unwissenschaftlichen Erhebungen und Veröffentlichungen zu widerlegen, bzw. durch Mithilfe und Fachwissen zu korrigieren. Leider ist bis jetzt nicht klar auf welcher Seite dieses Vorhaben gescheitert ist, jedoch fühlt sich unser Exporteur von seinen Kollegen/Mitbewerbern allein gelassen bei seinem Versuch für Klarheit zu sorgen und hat unterdessen leider auch resigniert aufgegeben, die Obrigkeit von ihrem Irrweg abzubringen.

Der Weg des Totalverbots dieser Arten, sowie bereits bestehende Verbote und in Zukunft noch kommende Exportverbote steigern und fördern in nie dagewesenem Umfang den Schmuggel mit eben jenen Arten. Das Volumen der geschmuggelten verbotenen Tiere wird das der Erlaubten in naher Zukunft übersteigen, wenn es das nicht schon bereits tut. Totalverbote erreichen das Gegenteil von dem Erwünschten! Abgesehen davon, brauchen wir unbedingt fachkundige Leute an entscheidenden Stellen, mit korrekten wissenschaftlichen Daten und Fakten zu den Tieren die uns am Herzen liegen.

Ein Fischer in Südamerika wird nicht mehr die erlaubten Arten für den Handel sammeln, sondern lieber die verbotenen Tiere für den Schmuggel. Warum? Ganz einfach, es gibt höheres „Kopfgeld“ für verbotene Arten. Die Fischer haben seit der jüngsten Vergangenheit so hohe Geldbeträge in der Hand wie sie es noch nie hatten. Der Schmuggel birgt ein hohes Risiko für alle Beteiligten und das lassen sich die Menschen gerne bezahlen.
Auf der anderen Seite bekommen wir von den erlaubten Arten immer weniger Exemplare, weil sie einfach nicht mehr gesammelt werden. Simple as that. Die Preise werden steigen müssen um einen Anreiz für die Fischer zu schaffen sich auf die erlaubten Arten zu beschränken. Oder es kommen einfach keine mehr, was sich bereits seit ein paar Wochen bemerkbar macht!

Ähnliche Beiträge

Blutsalmler – Hyphessobrycon eques

Blutsalmler – Hyphessobrycon eques

Blutsalmler Info Der Blutsalmler ist ein in Südamerika beheimateter Salmler. Er ist im Amazonas-Becken und den Nebenflüssen des Rio Uruguay sowie im Rio Guaporé und dem oberen Rio Paraná zu finden. Sie haben eine rötliche Grundfärbung, die mitunter bei adulten Tieren...

mehr lesen
Blauer Neonsalmler – Paracheirodon simulans

Blauer Neonsalmler – Paracheirodon simulans

Blauer Neonsalmler Info In Südamerika, genauer gesagt im oberen Rio Negro, ist der blaue Neonsalmler beheimatet. Dieser Salmler bleibt etwas kleiner als seine Verwandten und erreicht eine maximale Größe von etwa 3 bis 3,5 Zentimetern. Seinen Namen erhält er von dem...

mehr lesen